1. FC Köln: Coup im 197. FC-Spiel: Auf dieses Tor musste Florian Kainz 15 Jahre warten! | Sport
Mehr Anlaufzeit geht nicht…
Köln-Profi Florian Kainz (32) war DER FC-Held beim spektakulären 4:1-Sieg im Aufsteiger-Duell mit dem HSV. Zuerst bester Mann auf dem Platz. Dann auch noch Traumtorschütze zum 2:0 (48.), als Kainz einen direkten Freistoß millimetergenau über die HSV-Mauer ins Eck zirkelt.
Was kaum einer weiß: Auf dieses Tor musste Kainz satte 15 Jahre warten!
Darum schoss Kainz den Freistoß
Kölns Ex-Kapitän verriet es nach dem 4:1 selbst. „Den habe ich gut getroffen und bin sehr froh, dass ich jetzt endlich mein erstes Freistoßtor gemacht habe in meiner Karriere“, sagte Kainz, dessen Profi-Laufbahn 2010 einst bei Sturm Graz begann und ihn über Rapid Wien (2014-2016) und Werder Bremen (2016-2019) schließlich 2019 zum FC führte.
Jetzt das erste Freistoß-Tor in seinem 197 Köln-Kick. Und selbst den Treffer hätte Kainz um ein Haar nicht feiern können. Denn eigentlich wollte Mittelfeld-Mann Isak Johannesson (22) den FC-Freistoß schießen.
Kainz: „Ich habe dann zu ihm gesagt, schauen wir mal, wo der Torwart steht. Und der stand relativ weit im Torwart-Eck. Für mich echt gut zu schießen. Deshalb habe ich gesagt: Lass mich schießen. Und dann habe ich ihn gut getroffen.“
Kainz: „Habe meine Rolle gut angenommen“
Es war die Krönung für ein Top-Spiel des Österreichers, mit dem er nicht wirklich rechnen konnte. Kainz hatte vor der Saison schon die Trainer-Ansage bekommen, dass es in dieser Spielzeit eher nur für Joker-Einsätze reichen würde. Dementsprechend brachte Trainer Lukas Kwasniok (44) ihn bislang auch nur von der Bank.
Bis zum HSV-Duell. Gegen Hamburg durfte Kainz erstmals von Beginn an ran.
„Es ist eine neue Situation“, sagt Kainz zu seiner Joker-Rolle. „Wir haben Erfolg und ich versuche mein Bestes zu geben – egal, in welcher Rolle. Ich habe sie ganz gut angenommen. Es war auch alles klar kommuniziert worden im Sommer. Deshalb habe ich jetzt versucht, alles rauszuhauen.“
Drin das Ding! Florian Kainz (32) dreht nach seinem Traumtor zum Jubellauf ab
Foto: WITTERS
Mit Erfolg! Kainz führte Köln zum Sieg gegen den HSV. Nicht nur durch sein Traum-Tor. Er war bis zu seiner Auswechslung in der 67. Minute der Dreh- und Angelpunkt im Kölner Spiel, Organisator, Antreiber und Mittelfeld-Motor.
Auch Kwasniok schwärmt: „Er wird nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten gehen können. Aber er hat seine Chance heute genutzt und jetzt hoffen wir, dass er auf sein nächstes Freistoßtor nicht genauso lange warten muss, wie auf sein erstes.“
Denn dann wäre Kainz 47 Jahre alt…
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