Merz’ Grafik zeigt Deutschlands Wirtschaftsdrama | Politik
Berlin – Woran will der Kanzler den Erfolg seiner Regierung messen? Darauf hat Friedrich Merz (69, CDU) jetzt eine klare Antwort gegeben!
In der Sitzung der Unionsfraktion am Dienstagnachmittag zeigte der Kanzler den Abgeordneten eine Grafik mit drei Kurven – die BILD wenige Tage zuvor veröffentlicht hatte. Die Grafik, erstellt vom angesehenen ifo Institut (München), zeigt eindrucksvoll die dramatische Krise Deutschlands: Demnach sind die Ausgaben des Staates (u.a. für Behörden, Straßen, Stütze, Subventionen) in den vergangenen zehn Jahren um rund ein Viertel gestiegen.
Anders sieht es mit den Investitionen der Firmen (in neue Maschinen, Werke etc.) aus. Sie sind in der Regel der Motor für neues Wachstum und Wohlstand. Problem: In Deutschland fallen genau diese Investitionen seit Jahren immer niedriger aus. Aktuell liegen sie wieder auf dem Niveau von 2015.
Folge: Die Wirtschaftsleistung insgesamt (Bruttoinlandsprodukt/BIP) verharrt – mit kurzem Einbruch während der Corona-Pandemie – seit 2018 auf gleichem Niveau.
Entsprechend alarmiert ist ifo-Präsident Prof. Clemens Fuest (57): „Deutschland befindet sich seit Jahren in einem wirtschaftlichen Niedergang. Die Lage ist mittlerweile dramatisch.“ Weniger private Investitionen bedeuteten mittelfristig „weniger Wachstum, weniger Steuereinnahmen und damit auch weniger Geld für staatliche Leistungen“, so Fuest zu BILD. Es drohten „italienische Verhältnisse“ in Deutschland – eine 25 Jahre lange Dauer-Depression.
Kanzler Merz nimmt diese Kurven nun als Messgröße für den Erfolg seiner Regierung. Wenn sich diese Linien in der Regierungszeit bis 2029 nicht annäherten, dann müsse man sagen, „diese Regierung ist gescheitert“, so Merz. Bedeutet: Die Staatsausgaben müssen runter, die privaten Investitionen rauf.
Damit das gelingt, verlangt ifo-Chef Fuest von der Merz-Regierung ein „umfassendes Reform-Gesamtkonzept, das weit über den Koalitionsvertrag hinausgeht. Das Gesamtkonzept muss die Bundesregierung bis spätestens Frühjahr 2026 vorlegen“.
► Konkret verlangt Fuest umfassende Sozialreformen. So müsse z. B. die Mütterrente gestoppt werden. „Stattdessen sollte die Regierung konsequent dafür sorgen, dass die Beiträge nicht weiter steigen.“
► Firmen müssten konsequent bei Bürokratie entlastet werden, z. B. durch Wegfall von Dokumentationspflichten bei CO2, Lieferketten, Mindestlohn. Die verursachten nur Kosten, brächten aber nichts, so Fuest. Das könnte jährlich bis zu 146 Milliarden Euro zusätzlichen Wohlstand bringen.
Brisante Grafik: So berichtete BILD am SONNTAG am 26. Oktober 2025
Foto: BILD
Drei Kurven sollen über den Erfolg von Merz’ Kanzlerschaft entscheiden! Einen ersten kleinen Schritt in die richtige Richtung hat die Regierung am Mittwoch beschlossen. Durch Entlastung bei Vorschriften etc. sollen Staat und Firmen in den nächsten Jahren einige Milliarden Euro Bürokratiekosten einsparen.
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