Venezuela: Schlägt Donald Trump am Wochenende gegen Maduro los? | Politik
Washington – Kriegstrommeln in der Karibik!
Nach dem Zusammenziehen einer Armada des US-Militärs soll US-Präsident Donald Trump (79) über mögliche Angriffspläne gegen Ziele in Venezuela gebrieft worden sein. Sowohl Kriegsminister Pete Hegseth (45) als auch der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, Dan Caine (57), informierten den Oberkommandierenden über potenzielle Angriffsziele, berichtete der Sender CBS.
Erste Schlagwellen aus der Luft könnten bereits in den „nächsten Tagen“ erfolgen. Auch die Geheimdienste seien in die Planungen eingebunden gewesen.
Brisant: Kurz nach Bekanntwerden des Berichts kündigte US-Kriegsminister Pete Hegseth am Donnerstagabend (Ortszeit) eine Militäroperation an. Die Mission verteidige das Heimatland und schütze die USA vor Drogen, verkündete Hegseth auf der Plattform X. Er gab der Operation den Namen „Southern Spear“ (südlicher Speer).
Bei Raketenangriffen auf mutmaßliche Drogenboote wurden fast 80 Menschen getötet
Foto: nur für Video
Eskalation in der Karibik
Der Bericht schränkt jedoch ein, dass Trump – der sich laut dem Weißen Haus am Wochenende in Mar-a-Lago (Florida) aufhalten wird – noch keine finale Entscheidung getroffen habe.
Seit Monaten zerstören die USA in der Karibik und im Pazifik mutmaßliche Drogenschmuggler-Boote – meist per „MQ-9-Reaper“-Drohnen und „Hellfire“-Raketen. Fast 80 Menschen wurden bei Trumps neuem „Krieg gegen die Drogen“ getötet, 21 Boote versenkt.
US-Präsident Donald Trump spricht mit Medienvertretern an Bord der Air Force One
Foto: Elizabeth Frantz/REUTERS
Die Kampagne löste in Washington und anderen Staaten eine Debatte über die Legalität der Angriffe aus. Trump verlautete jedoch, mit der Offensive Drogentote in den USA verhindern zu wollen.
Kriegsziel Venezuela?
Doch die nun überwältigende Präsenz der US-Streitkräfte deutet auf eine dramatische Ausweitung des Konflikts hin. Primäres Ziel: Venezuela und dessen autoritärer Präsident Nicolás Maduro (62), auf den die USA bereits ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar ausgesetzt haben. Trump nennt ihn einen „illegalen Drogenschmuggler“.
Vor wenigen Tagen traf der größte atombetriebene Flugzeugträger der Welt, die USS Gerald R. Ford, begleitet von mehreren Zerstörern und einem Atom-U-Boot, in der Region ein, teilte das Pentagon mit. 90 weitere Kampfflugzeuge stehen jetzt bereit, 4.000 Soldaten sind einsatzbereit.
Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro nimmt an einer Veranstaltung mit Anhängern teil, nachdem US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auch innerhalb von Venezuela drohte
Foto: MIRAFLORES PALACE/via REUTERS
Schon seit August operieren dort drei Zerstörer (USS Gravely, USS Jason Dunham und USS Sampson) sowie P-8-Aufklärungsflugzeuge. Auf US-Stützpunkten sind zusätzlich F-35B-Jets und amphibische Einheiten mit rund 4.500 Soldaten einsatzbereit.
Schläge gegen das „Kartell der Sonnen“?
Erste Ziele – falls Trump tatsächlich den Angriffsbefehl geben sollte – könnten laut dem „Wall Street Journal“ Stützpunkte des Drogenkartells „Cartel de los Soles“ („Kartell der Sonnen“) sein, das unter dem Schutz von Maduro und Teilen des Militärs operiert.
Der venezolanische Machthaber rief zuletzt die Massenmobilisierung seiner Land-, Luft- und Marine-Einheiten auf. Maduro drohte zudem, das Land werde sich mit 5000 Raketen russischer Bauart verteidigen.
Doch als er bei einem öffentlichen Auftritt von einem CNN-Reporter gefragt wurde, ob er eine Botschaft an Trump habe, reagierte er überraschend demütig: „Bitte Frieden!“
Krieg gegen Schmuggler: Trump lässt Drogen-Boot bombardieren
Quelle: X@SecWar, AP
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