Starke Explosionen erschüttern Venezuelas Hauptstadt Caracas | News
Caracas – In Venezuelas Hauptstadt Caracas hat es in der Nacht zu Samstag (Ortszeit) mehrere starke Explosionen gegeben. Anwohner berichteten von tieffliegenden Flugzeugen und mindestens sieben Detonationen, offenbar auch im Regierungsviertel. Im südlichen Teil von Caracas, unweit einer großen Militärbasis, gibt es demnach keinen Strom.
Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, kam es gegen 2 Uhr (7 Uhr MEZ) zu den ersten Explosionen. Gegen 2.15 Uhr habe der Lärm immer noch angedauert. Um 2.38 Uhr sei eine weitere Explosion in Caracas zu spüren gewesen.
In Online-Netzwerken wurden Bilder von großen Bränden mit Rauchsäulen veröffentlicht. Allerdings war es nicht möglich, den genauen Ort der Aufnahmen festzustellen. Die Explosionen ereigneten sich offenbar im Süden und Osten der venezolanischen Hauptstadt.
Nach den Explosionen flüchteten viele Einwohner von Caracas auf die Straßen
Foto: Matias Delacroix/AP/dpa
Dieses Foto soll eine der Explosionen zeigen. Es wurde vom venezolanischen Portal NTN veröffentlicht
Foto: NTN24ve/X
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump (79) nach wiederholten US-Angriffen vor der Küste Venezuelas von der Möglichkeit von US-Angriffen auf das venezolanische Festland gesprochen.
Die venezolanische Regierung nahm zunächst nicht Stellung. Auch das US-Verteidigungsministerium äußerte sich zunächst nicht. Die Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten (FAA) hat aufgrund der Meldungen zu Explosionen rund um Caracas US-amerikanischen Flugzeugen untersagt, in den venezolanischen Luftraum einzufliegen.
Trumps Krieg gegen die Drogenkartelle
Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler im Ostpazifik und in der Karibik an. Dabei wurden mit den neuen Angriffen bislang mehr als 100 Menschen getötet. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig.
Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas Präsident Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz und ein Bestreben der USA, sich der riesigen venezolanischen Erdölvorkommen zu bemächtigen.
Bereits kurz vor dem Jahreswechsel hatte Trump von einem Schlag auf venezolanisches Hafengebiet berichtet. In seiner Luxus-Residenz Mar-a-Lago (Florida) verkündete er: „Es gab eine große Explosion im Hafengebiet.“ In einem Lager seien Boote mit Drogen beladen worden, ein angeblicher Umschlagplatz der Kartelle.
Venezuelas Diktator Nicolás Maduro knickte infolge der Angriffe am Freitag ein, sagte in einem Interview: „Es ist klar, dass sie versuchen, sich durch Drohungen, Einschüchterung und Gewalt durchzusetzen.“ Später erklärte er: Es sei an der Zeit, dass beide Länder ernsthaft miteinander sprechen – „mit belastbaren Fakten“.
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