Fastnacht 2026: Warum der Faschingsdienstag so ein wichtiger Tag ist | Leben & Wissen
Die wilde Zeit des Karnevals beginnt. Jetzt stehen wieder ausgelassene Umzüge, bunte Kostüme und überschäumende Feierstimmung auf der Tagesordnung. Fastnacht ist der Dienstag nach Rosenmontag und läutet das Ende der Karnevalszeit ein. Danach beginnt das traditionelle 40-tägige Fasten.
Ein Grund mehr, um in der Fastnacht noch einmal so richtig Gas zu geben. Warum der Fastnachtsdienstag gefeiert wird, welche Traditionen es gibt und ob er ein Feiertag ist, lesen Sie hier.
Wann ist Fastnacht 2026?
Da der Fastnachtsdienstag immer der Tag vor dem Aschermittwoch ist, hängt auch er vom Datum des Osterfestes ab. Der frühestmögliche Termin für den Fastnachtsdienstag ist der 3. Februar, der spätestmögliche der 9. März.
In diesem Jahr fällt Fastnachtsdienstag auf den 17. Februar 2026.
Woher kommt die Tradition der Fastnacht?
Fastnachtsdienstag (auch Faschingsdienstag, Karnevalsdienstag, Veilchendienstag oder Narrenkirchweih) ist der letzte der Karnevalstage. Einen Tag später, am Aschermittwoch, beginnt für Christen die 40-tägige Fastenzeit, die bis Ostern andauert.
Während hierzulande eher am Wochenende davor und vor allem am Rosenmontag am meisten gefeiert wird, ist woanders der Fastnachtsdienstag der absolute Höhepunkt des Narrenfestes. So nennt man ihn in New Orleans (USA) „Mardi Gras“ („fetter Dienstag“) oder „Shrove“ bzw. „Pancake (Tues)day“.
Eine frühere Bezeichnung deutet auf die ursprünglich religiöse Bedeutung des Fastnachtsdiensttages hin: Der einst sogenannte Beichtdiensttag oder Veilchendiensttag war der Tag des vierzigstündigen Gebets. Dies diente der geistlichen Vorbereitung auf das strenge Fasten.
Warum Veilchendienstag? Veilchen sind violett, was für die Kirche die Farbe der Buße ist. Gebetet wurde an diesem Tag auch für die Vergebung der im Karneval begangenen Sünden.
Wie wird Fastnacht gefeiert?
Dass der Fastnachtsdienstag in vielen Ländern wie in den Vereinigten Staaten, Frankreich, Italien oder Schweden „fetter Dienstag“ genannt wird, liegt sicher auch an der kulinarischen Karnevals-Tradition. So wurden und werden im Karneval am liebsten fette und sehr süße Speisen gegessen. Pfannkuchen gehören dazu, vor allem aber süß gefüllte Krapfen und andere fettreiche Speisen.
Zum Karneval eine beliebte Süßspeise: frisch gebackene und mit Pflaumenmus gefüllte Krapfen
Foto: Charles Yunck
Auch wenn es an diesem Tag tagsüber noch viele Umzüge, Kinderkarneval und närrisches Treiben gibt, gehört die Nacht von Fastnachtsdienstag zu Aschermittwoch in Deutschland zu den Ritualen zur Beendigung des Karnevals.
In vielen Orten wird bereits in der Nacht von Fastnachtdienstag auf Aschermittwoch eine Strohpuppe verbrannt oder beerdigt. So wird in Köln unter düsterem Getrommel und großen Wehklagen der sogenannte „Nubbel“ (Hochdeutsch: Niemand) öffentlich verbrannt. In Mainz trägt man den Karneval als Sarg zu Grabe und stößt noch ein allerletztes Mal an.
Ist Fastnacht ein Feiertag?
Ein gesetzlicher Feiertag ist Fastnacht nicht. In den Karnevalshochburgen geben aber traditionell viele Chefs frei zum Feiern. Kinder müssen zur Schule, außer es sind Ferien.
Was immer gilt: Bevor Sie nicht zur Arbeit erscheinen, überprüfen Sie die Regelungen zum Karneval bei Ihrem Arbeitgeber.
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