Großbrand in Fulda: Feuerwehrmann (24) stirbt bei Einsatz | Regional
Flieden (Hessen) – Ein Großbrand bei Fulda endet tragisch: Am Dienstagabend stirbt ein 24-jähriger Feuerwehrmann während der Löscharbeiten.
Um 17.40 Uhr ging der Notruf ein. Betroffen war eine als Werkstatt genutzte Scheune in Flieden im Landkreis Fulda. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Halle bereits in Vollbrand. Besonders gefährlich: In der Werkstatt lagerten Gefahrstoffe, wie Gasflaschen. Zudem fachten Diesel und Schmiermittel die Flammen an. Teile des Dachs stürzten ein.
Mann stirbt in Klinik
Der junge Mann brach beim Ausrollen eines Schlauchs plötzlich zusammen. Kameraden begannen sofort mit der Reanimation, doch alle Hilfe kam zu spät. Der 24-Jährige starb wenig später in der Klinik. Die Polizei vermutet eine medizinische Ursache. Ein Zusammenhang mit dem Brand wird ausgeschlossen.
Der plötzliche Tod des Feuerwehrmanns überschattete den gesamten Einsatz. Direkt betroffene Kameraden wurden vom Einsatz abgelöst, die psychosoziale Notfallversorgung steht bereit. Kräfte aus Nachbarwehren führten die Löscharbeiten fort.
150 Einsatzkräfte waren an den Löscharbeiten beteiligt
Foto: NonstopNews
150 Einsatzkräfte vor Ort
„Es ist äußerst tragisch, dass der junge Mann sein Leben im aufopferungsvollen Einsatz für unsere Gesellschaft verloren hat“, erklärte Hessens Innenminister Roman Poseck (55) gegenüber dem Newsportal „Osthessen-News“ und sprach der Familie sowie den Freunden sein Mitgefühl aus.
Während der Löscharbeiten kam es zu mehreren Explosionen. Die Feuerwehrleute mussten teilweise aus der Deckung heraus löschen, etwa hinter einer Drehleiter, um sich vor weiteren Explosionen zu schützen. Zudem stellten sowohl die Wasserversorgung als auch die winterlichen Verhältnisse und glatten Straßen die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen.
Insgesamt 150 Einsatzkräfte, darunter verschiedene Feuerwehren, das DRK und eine Drohnenstaffel, waren beteiligt. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Verletzt wurde durch den Brand niemand. Die Ursache ist bislang noch unbekannt. Der Sachschaden wird auf mindestens 500.000 Euro geschätzt.
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