Neue Chefin Tatjana Haenni bei RB Leipzig gleich im Krisen-Modus | Sport
Sie ist die erste Frau als CEO eines Bundesligisten. Und Tatjana Haenni (59) ist gleich im Krisen-Modus. Seit Januar ist die Schweizerin bei RB Leipzig, seitdem haben die Sachsen nur zwei von fünf Spielen gewonnen und den Champions-League-Platz verspielt. BILD sagt, wie sie intern auftritt und was sie schon verändert hat.
Haenni änderte die Sitzordnung
Auffällig: Haenni war bisher bei jedem Spiel dabei, wird auch beim wichtigen Duell am Sonntag in Köln sein. Am Nachmittag trifft sie sich mit FC-Bossen, am Abend will sie RB siegen sehen. Das war bisher viel zu selten der Fall. Nach BILD-Info hatte sie sich sieben bis neun Punkte aus den Partien bei St. Pauli (1:1), gegen Mainz (1:2) und in Köln gewünscht. Es können nur noch maximal vier werden.
Haenni (M.) auf der Tribüne neben den Geschäftsführern Marcel Schäfer (41/l.) und Johann Plenge (41)
Foto: Jan Woitas/dpa
Haenni war selbst Fußballerin – 24 Länderspiele für die Schweiz. Dementsprechend schaut die neue Chefin genau hin, was auf dem Platz passiert. BILD erfuhr: Auf der Tribüne hat sie sich extra den Platz neben Sport-Boss Marcel Schäfer (41) gekrallt, sie sitzt jetzt zwischen ihm und Business-Geschäftsführer Johann Plenge (41), der einen Sitz weiterrücken musste.
Mit der Transferperiode im Januar war Haenni dem Vernehmen nach sehr zufrieden. Schäfer hatte teure Spieler abgegeben (Timo Werner, Amadou Haidara) und Top-Talente geholt (Brajan Gruda, Abdoul Koné). Aber: Haenni ließ sich alle Kaderpläne zeigen, wollte über die Vorgänge informiert werden.
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Quelle: Eintracht Frankfurt / BILD
100 Tage Kennenlernen
Ob sie in Zukunft auch mal bei Transfers ein Veto einlegt, ist noch offen. Bisher ließ sie Schäfer und Co. freie Hand. So, wie es Haenni auch beim Dienstantritt angekündigt hatte. In ihren ersten 100 RB-Tagen will sie alles kennenlernen, noch keine wichtigen Entscheidungen treffen. So stellte Schäfer sie beim ersten Auswärtsspiel des Jahres in Heidenheim der Mannschaft vor, war am vergangenen Montag beim Leipziger Bürgermeister und am Donnerstagabend in Hamburg bei der Branchen-Messe Spobis. Auch beim DFL-Neujahrsempfang war sie bereits.
Da Haenni auch schon eine Wohnung in Leipzig gefunden hat, in die sie Mitte Februar einziehen kann, fehlt nur noch eins zum Ankommen: eine Siegesserie, um den Krisen-Modus zu beenden.
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