Tod von Jeffrey Epstein: Medien wurden mit falscher Leiche getäuscht | Unterhaltung
New York – In den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten sind neue Details rund um den Tod des Sexualstraftäters bekannt geworden. Ein Gefängnisbeamter hat gegenüber dem FBI angegeben, dass vor der Haftanstalt wartende Journalisten mit einer Fake-Leiche getäuscht worden seien.
Der Knast-Mitarbeiter gab die brisanten Details nur zwei Tage nach dem Tod von Epstein im August 2019 zu Protokoll. Nach dem mutmaßlichen Suizid des Pädokriminellen versammelten sich laut dem Beamten etliche Journalisten vor dem Gefängnis. Deshalb habe ein Vertreter der Gerichtsmedizin (Abkürzung: OCHE) ein Manöver vorgeschlagen: Er würde mit einem schwarzen Fahrzeug zur Laderampe fahren, um Epsteins Leiche abzutransportieren. Gleichzeitig würden die Journalisten vor dem Gefängnis mit einem weißen Fahrzeug der Gerichtsmedizin abgelenkt.
Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66)
Foto: dpa
Wörtlich wird der Beamte in dem Protokoll so zitiert: „Um die Medien zu täuschen, schufen sie aus Kartons und Laken eine scheinbar menschliche Leiche, die in das weiße OCME-Fahrzeug gelegt wurde.“ Die Namen der beteiligten Beamten sind in dem veröffentlichten Aussageprotokoll geschwärzt. Die Journalisten hätten anschließend den weißen Wagen verfolgt, „sodass das schwarze Fahrzeug mit Epsteins Leiche unbemerkt wegfahren konnte“.
10. August 2019: Am Morgen nach Epsteins Tod stehen mehrere Fernseh-Teams vor dem Gefängnis, in dem er starb
Foto: imago images/ZUMA Press
Etliche Pannen in Epsteins Todesnacht
Die Enthüllungen, über die zuerst die „Daily Mail“ berichtete, dürften die Spekulationen rund um Epsteins Tod weiter anheizen. In der Nacht seines mutmaßlichen Suizids kam es zu zahlreichen Ungereimtheiten. So fielen mehrere Kameras in Epsteins Gefängnistrakt aus. Eigentlich hätte es nach 22.40 Uhr alle 30 Minuten Kontrollgänge der Gefängnismitarbeiter geben müssen – doch sie blieben teils aus. Außerdem hätte Epstein in seiner Zelle eigentlich mit einem zweiten Häftling gemeinsam untergebracht sein müssen. Doch dieser wurde einen Tag vor Epsteins Tod verlegt. Ein späterer Untersuchungsbericht des US-Justizministeriums sprach von „schweren und systematischen Versäumnissen“.
Fotos unmittelbar nach dem Auffinden der Leiche zeigen die erfolglosen Wiederbelebungsversuche. Das Gesicht des Sexualverbrechers ist rot angelaufen, geschwollen. Würgemale am Hals, offenbar durch die Schlinge verursacht, sind deutlich sichtbar. Eine CT-Aufnahme zeigt die durch das Erhängen gebrochene Halswirbelsäule Epsteins. BILD konnte beide Bilder sichten.
Mit dieser Schlinge soll sich Epstein in der Gefängniszelle erhängt haben
Foto: U.S. Department of Justice
Gerade sorgten zwei weitere Berichte für Aufsehen
Fall eins: Auf den Aufnahmen einer Überwachungskamera aus Epsteins Gefängnistrakt huscht um 22.39 Uhr ein orangefarbener Schatten durchs Bild. Direkt an der Treppe, die zu Epsteins Zelle führt. Jahrelang hieß es seitens der Behörden, niemand hätte diesen Bereich in der Nacht seines Todes betreten. Diese Beobachtung tauchte in früheren offiziellen Darstellungen nicht auf. Forensiker sagten gegenüber dem Sender CBS: Die Bewegung passe zu einem Häftling oder jemandem in orangefarbener Gefängniskleidung.
Ein Fund in den Epstein-Akten gab weitere Rätsel auf: Der zuständige Generalstaatsanwalt scheint den Tod des Sexualstraftäters einen Tag zu früh gemeldet zu haben. Ein Brief seiner Behörde trägt das Datum 9. August 2019. Laut offizieller Version wurde Epstein aber erst am Samstagmorgen, dem 10. August, tot im Gefängnis in Manhattan entdeckt. Das US-Justizministerium spricht von einem Tippfehler.
#Tod #von #Jeffrey #Epstein #Medien #wurden #mit #falscher #Leiche #getäuscht #Unterhaltung